Plan A – Ausgabe 1

PLAN-A_Ausgabe 1-2021

Die Welt geht am Kapitalismus zu Grunde. Wohnungskrise, ökologische Krise, Demokratiekrise, eine wachsende Ungleichheit zwischen Arm und Reich, ausbeuterische (Arbeits-) Verhältnisse und Abhängigkeiten machen nicht nur ein ökonomisches, sondern ein gesamtgesellschaftliches Umdenken erforderlich. Die Kritik am Status quo wächst und wird insbesondere in Städten sichtbar, wo Vermarktung, Verwertung und Verdrängung die Stadtentwicklung prägen. Die kritische Auseinandersetzung mit bestehenden Macht- und Herrschaftsstrukturen mündet in einem Streben nach sozialer und ökonomischer Gleichheit, individueller Freiheit und einem selbstbestimmten Leben. Es gilt alternative Gesellschaftsmodelle zu erproben. Und hier kommt die Anarchie ins Spiel!

Plan A gibt uns die Möglichkeit rauszulassen, was uns bedrückt und was wir fordern. Unser Autor*innenkollektiv entwickelte sich aus einem Uni-Projekt im Bereich der Stadt- und Regionalplanung. Wir wollen beim Ausverkauf, der Zerstörung unserer Stadt und unserer Natur nicht länger zusehen. Dabei geraten wir in Konflikt mit der Disziplin der Planung. Die Planung, wie wir sie kennen, scheint mit den Grundsätzen des Anarchismus kaum vereinbar zu sein. Der Titel dieses Magazins, Plan A, ist also auf der einen Seite eine nettes Wortspiel. Zugleich ist er aber auch Manifestation eines schwierigen Spannungsverhältnisses. Wir wissen, wo wir hin wollen – das ist unser Plan A. Doch kann es den einen Plan im Sinne des Anarchismus eigentlich nicht geben. Der anarchistische Plan ist nicht festgeschrieben und exklusiv. Die Transformation in eine befreite Gesellschaft kann auch nicht die Herstellung einer Ordnung zum Ziel haben. Schließlich soll jeder Herrschaft ein Ende bereitet werden. Plan und Ordnung sind im ständigen Wandel und haben ein Ziel im Visier, das nicht als Ideologie einiger weniger realisiert werden kann, sondern selbstorganisiert aus der Gemeinschaft entstehen muss: Das gute Leben für alle.

Was wir fordern und wie unsere Utopie der anderen Stadt aussieht, erfahrt Ihr auf den folgenden Seiten. An der Schnittstelle von Anarchismus und Stadtproduktion geht es uns um die Schaffung und Sicherung von Freiräumen. Es geht um das Zusammenleben in der Stadt, Zusammenleben mit der Natur. Es geht um eine neue Wahrnehmung und Umgestaltung unserer städtischen Umgebung und was wir damit erreichen wollen. Hie und da haben wir auch mal unsere Kreativität spielen lassen. Viel Spaß beim Lesen!

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